Die weiteren Jahre

Im Jahre 1972 wurde die Verbandsgemeinde Ledenitzen in die Marktgemeinde Finkenstein am Faaker See und die Gemeinde Maria Gail zur Stadt Villach eingegliedert. Seit der Fertigstellung des Sammelkanals von Müllnern bis zur Kläranlage der Stadt Villach im Jahr 1979, können sämtliche Abwässer des gesamten Gebietes des AVF zentral gereinigt werden. In den Jahren 1979 bis 1994 wurde die Kanalisationsanlage auf die umliegenden Ortsbereiche des Faaker Sees ausgeweitet (Ledenitzen, Finkenstein, Oberaichwald, Fürnitz, Maria Gail, Prossowitsch und Mittewald).

Die über die Jahre getätigten Bauinvestitionen, verbunden mit einer nicht kostendeckenden Kanalgebühr, führten zwangsläufig zu einer negativen Finanzsituation, welche den Fortbestand des Abwasserverbandes Faaker See in höchsten Maßen gefährdete.

Der Neubeginn

Im Jahre 1992 trat Helmut Treiber, GR der Stadt Villach, als Obmann an die Spitze des Abwasserverbandes Faaker See. Weiters wurde im Jahr 1994 Ing. Richard Angerer zum neuen Geschäftsführer bestellt, welcher nach Durchführung notwendiger Strukturänderungen den Verband seither leitet.

Unter neuer Führung und geschickten Verhandlungen mit Land und Bund unter Mithilfe des Villacher Bgm. Helmut Manzenreiter und dem damaligen Bgm. der Marktgemeinde Finkenstein am Faaker See, Ing. Helmut Hatze, konnte für den Verband und in Folge für die Bevölkerung eine Entlastung in der Größenordnung von € 7,3 Mio. (=100 Mio. ATS) erreicht werden.

Nach erfolgter Verbandssanierung konnte die Offensive zum Endausbau des Verbandsgebietes unter dem neuen Obmann Ewald Koren, GR der Stadt Villach, und dem Obmann Stellvertreter Walter Harnisch, Bürgermeister der Marktgemeinde Finkenstein, welche 1997 an die Spitze des AVF gewählt wurden, gestartet werden. Unter ihrer Verantwortung wurden weitere Investitionskosten von € 36,34 Mio. (ATS 500 Mio.) aufgewendet und die Villacher Bereiche Tschinowitsch, Turdanitsch, Kleinsattel, Kratschach, Serai, Türkei, Bogenfeld, Großsattel, St. Niklas und Graschitz sowie die Finkensteiner Bereiche Latschach, Pogöriach, Unteraichwald, Ledenitzen-West, Unterferlach, Mallenitzen, Höfling, Müllnern, Gödersdorf, Altfinkenstein, Goritschach, Susalitsch, St. Job und Korpitsch ordnungsgemäß entsorgt.

Bis Ende des Jahres 2004 wurde der Endausbau des Verbandsgebietes abgeschlossen. Zukünftig werden alle erforderlichen Sanierungsmaßnahmen durchgeführt.

Seit 1996 werden auch die Abwässer der Marktgemeinde Arnoldstein über das Kanalsystem des AVF entsorgt.